Autotour entlang der alten Nordküstenstrasse
Waghalsige Streckenführung in Kombination mit Ausblicken, Wasserduschen und Steinschlägen
Die Nordküste Madeiras ist im Wesentlichen ein steil ins Meer
abfallender Felsen. Daher war der Bau einer Strasse nach
Porto Moniz eine grosse Anstrengung. In den Felsen wurde
eine teilweise einspurige Strecke geschlagen, die sich
atemberaubend am Fels festkrallt.
Zu regenreichen Jahreszeit ergiessen sich Wasserfälle auf die Strasse, weshalb sie auch gerne als "Waschstrasse" betitelt wird. Gerne fallen auch größere Steine von der ungesicherten Steilküste herunter, so daß man manchmal Slalom fahren muss, um das Auto nicht zu beschädigen. Die Route ist zeitweise auch komplett gesperrt.
Mitlerweile hat man sich mit einem grossen Bohrer eine neue
Schnellstrasse geschaffen, was den Zeitaufwand nach Porto
Moniz zu fahren wesentlich verringert.
Glücklicherweise ist es immer noch möglich, Teile dieser alten Strecke zu befahren. Sie wird nicht mehr so gepflegt wie eine aktuelle Strasse, daher sollte man auf Steine und Löcher in der Fahrbahn achten. Es kann auch schon mal vorkommen, dass man einen Stein zur Seite rollen muss, um freie Fahrt zu haben.
Die Fahrt muss bei Sao Vicente beginnen, da die alte
Küstenstrasse immer wieder als Einbahnstrasse von der neuen
abzweigt. An diesen Abzweigen weist ein kleines Schild
"Antigua ER" auf den alten Streckenabschnitt hin.
Die Fahrt führt vorbei an Seixal bis nach Porto Moniz. Bei der Tour sollte man sich bewusst machen, dass sich früher sämtlicher Verkehr über diesen schmalen Weg quälte. Ein Stück einer solchen einspurigen Strecke ist noch bei Ponta Delgada erhalten. Alle anderen Strassen werden nach und nach durch neue Schnellstrassen ersetzt.
Man sollte etwas Zeit einplanen, zumal sich immer wieder
schöne
Ausblicke auf die Nordküste und den Atlantik ergeben.
Dadurch, dass die Strasse nur noch von Touristen und Taxis
befahren wird, kann man ruhig das Auto mal kurz parken und
den Ausblick und die Brandung geniessen.
Bei Seixal (genauer gesagt kurz nach Seixal) ist ein Abstecher zur "Praia de Laje", einem der schönsten Sandstrände Madeiras lohnenswert.
Kurz vor Porto Moniz, bei Ribeira de Janela, sind einige sehenswerte Felsen im Atlantik zu sehen.
Die Fahrt endet bei Porto Moniz, die für ihr Meeresschwimmbad berühmte Weinbaustadt. Ein Spaziergang entlang der Uferpromenade mit Besuch der kleinen Felsgrotten ist durchaus Lohnenswert.
Kurzinformationen zur Nordküstentour
Unser Rating:
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Beeindruckende Streckenführung in Kombination mit
Postkarten-Ausblicken.
Kosten:
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Möglich nur mit dem eigenen Mietwagen oder einer
Taxi-Tagestour.
Dauer: zwischen 2 h und 3 h (etwa 17 km)
Anfahrt: Nur mit Taxi oder Auto
praktikabel.