Im Tal der Ribeira da Ponta do Sol
Spektakuläre Tour
der Gegensätze: gute Levada - böse Levada, mit einem schönen
Picknickplatz in der Mitte.
Rundtouren sind auf Madeira selten. Eine dieser wenigen Touren führt uns entlang der Levada do Moinho tief in das Tal der Ribeira da Ponta do Sol hinein und auf der höher gelegenen Levada Nova wieder hinaus.
Auf der Hälfte der Wanderung, im Bachbett des Ribeira da Ponta do Sol, bietet sich auf riesigen, vom Fluss rundgeschliffenen Felsen ein wunderschöner, ruhiger und einsamer Picknickplatz.
Aufgrund der wuchernden Brombeeren und anderer wuchsstarker Pflanzen sind lange Hosen auf dieser Wanderung sehr anzuraten. Auch Zecken können sich hier im langen Gestrüpp verstecken.
Kurzinformationen
zur Wanderung
Unser Rating:
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Zwei Levadas auf einen Schlag! Auf der Levada do Moinho
gemächlich ins Tal hinein, auf der Levada Nova spektakulär
wieder hinaus. Dazu schöne Ausblicke aufs Meer und ins Innere
der Insel.
Risiko:
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Schwindelfreiheit ist hier unerlässlich! Teilweise wird nur
ungesichert auf der Levadamauer gelaufen, direkt am Abgrund
entlang. Ängstliche Naturen sollten auf der Levada do Moinho
wieder zurücklaufen.
Dauer: etwa 3-4h - Länge:
ca. 8,5km - Höhenunterschied: 100m
Anfahrt: Mit dem Auto am Kreisel von Ponto
do Sol nach Lombada abzweigen. Immer Richtung der großen, rosa
Quinta "Solar dos Esmeraldos", die von weitem sichtbar ist.
GoogleEarth kml Datei:
WanderungRibeiraPontaDoSol.kml
Wegpunkte zu Wanderung:
csv-Format oder
gpx-Format
Start
der Wanderung ist an der kleinen Kirche von Lombada da Ponta
do Sol, die direkt gegenüber der rosa angestrichenen Quinta
"Solar dos Esmeraldos" liegt. Vor der Kirche sind einige
Parktaschen für den Mietwagen.
Geht man rechts an der Kirche vorbei, gelangt man durch einen Torbogen direkt zur Levada do Moinho, der Mühlenlevada, die hier einmal eine Wassermühle angetrieben hat.
Wir folgen der Levada taleinwärts, durch kleinere
Terrassenfelder, wo Bananen, Süßkartoffeln und
Bohnen angebaut werden. Einige Felder
werden nicht
mehr bestellt und verschwinden bereits unter
Unkraut.
Am Wegesrand wachsen Unmengen von
Agapanthus und
Calla. Manchmal begrüßt uns auch eine Ziege, die
hier zum Grasen angebunden wurde.
Die Levada windet sich immer weiter ins Tal der Ribeira da Ponta do Sol hinein, manchmal kann man die höher gelegene Levada Nova erkennen, auf der wir später das Tal wieder verlassen werden.
Die Felder weichen zurück, das Flussbett kommt immer näher. Ein verwunschener Bachlauf mit großen Steinen wird durchschritten.
Kurz vor Erreichen des Flussbetts führt ein kleiner
erdiger Trampelpfad
steil den Berg hinauf zur Levada
Nova. Diese Stelle ist meist mit über der Levada
gelegten Ästen gekennzeichnet.
Wer möchte, kann weiter bis zum Flussbett gehen. Der Weg durch das Geröll hinauf zur zweiten Levada ist allerdings beschwerlich. Einfacher ist es den kurzen, aber sehr steilen Pfad hinauf zu nehmen und dort der Levada zum Fluss zu folgen.
Auf den großen Steinen lässt sich eine wunderbare Rast
einlegen und das hoffentlich mitgebrachte Proviant
verzehren.
Nicht ganz schwindelfreie Wanderer sollten hier auf gleichem Weg wieder zurückgehen, mutige Naturen sollten der Levada Nova talauswärts folgen.
Zunächst fast langweilig schlängelt sich die Levada den Hang entlang bis wir plötzlich nach einer Linkskurve vor einem großen Kessel stehen, in dessen Felswände die Levada balkonartig herausgeschlagen wurde. In der Mitte donnert ein Wasserfall herab, halb auf die Levada, halb in die Tiefe.
Wir laufen auf der Levadamauer, teilweise auf
Betonplatten, die über die Levada gelegt sind, durch
die Felswand unter dem Wasserfall hindurch. Eine
Dusche ist keine Seltenheit an dieser Stelle.
Direkt an diesen Höhepunkt schließt sich ein etwa 200m langer Tunnel an. Eine Taschenlampe ist erforderlich, obwohl der Tunnel schnurgerade und der Ausgang immer zu sehen ist.
Nach dem Tunnel beginnt ein äußerst schwindelerregender Teil des Weges. Die Levada Nova ist hier in den Felshang geschlagen worden, so dass wir nur auf der Levadamauer entlang gehen können. Links der Fels, rechts der Abgrund.
Wanderer, die ihre eigenen Mut überschätzt haben, sollten durch die Levada gehen, oder wenigstens einen Rucksack des Vordermanns zum festhalten angeboten bekommen.
Das Meer und die Häuser von Lombada da Ponta do Sol kommen immer näher, schon bald biegt plötzlich die Levada links zwischen zwei Häusern ab und die Zivilisation hat uns wieder.
Weiter unten sieht man bereits die Kirche und die rosa Quinta, die nach einem kurzen Fußmarsch den Berg hinab schnell erreicht sind. Dabei wählt man die kleinen rechts abzweigenden Wege, die wesentlich angenehmer zu laufen sind, als die Hauptstraße.