In das Tal der Ribeira da Janela
Zum
Picknick in den Dschungel Madeira's
Natur im Überfluss hat diese Tour bei Porto Moniz zu bieten.
Auf zunächst breitem Weg, geht es an der liebevoll gepflegten Vorzeige-Levada entlang. Hortensien, Euka-lyptus und Passionsblumen geben ihr Bestes. Durch die Levada huschen kleine Forellen. Idylle pur! Picknick-Plätze laden zum Verweilen ein.
Je tiefer man jedoch das Tal er-kundet, desto wilder zeigt sich die Natur.
Kurzinformationen
zur Wanderung
Unser Rating:
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Eine Überdosis Natur und Landschaft. Auf
breitem Weg an der Levada entlang in die grüne Hölle.
Risiko:
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Die Anforderungen steigen mit der Länge der
Wanderung. Hier kann jeder selber entscheiden, wann er
umkehrt.
Dauer: etwa 5h - Länge:
ca. 12km - Höhenunterschied: 0m
Anfahrt: Mit dem
Auto nach Porto Moniz, von dort Rtg. Paul da Serra die ER
101 den Berg
hinauf. In einer Rechtskehre nach Lamaceiros abbiegen und
den Schildern zur Levada da Janela folgen. Gute
Parkmöglichkeiten.
GoogleEarth kml Datei:
WanderungRibeiraDaJanela.kml
Wegpunkte zu Wanderung:
csv-Format oder
gpx-Format
Ein
Schmückstück unter den Levadas ist die Levada im Tal der
Ribeira da Janela (offiziell: Levada do Central da Ribeira
da Janela). Ein breiter Spazierweg wird gesäumt von
prächtigen Hortensien, Feldern mit afrikanischer Liebesblume
und meterlangen Ranken von Passionsblumen. Zusätzlich wurden
Picknick-Bänke und -Tische mit Abfallkörben an den
schönsten Punkten Anfangs der Levada augebaut. Perfekt für
den madeirensischen Sonntagsausflug, zumal am Parkplatz
moderne Grillhütten gebaut wurden, die gerne am Wochenende
zum Familienausflug genutzt werden.
Die Wanderung beginnt am Ende des Parkplatzes, wo ein breiter, mit Agapanthus bewachsener Weg den Wanderer einlädt. Auf diesem Weg kann man sogar nebeneinander gehen. Schon nach wenigen Meter erreicht man die ersten Eukalyptus Bäume, die ihren angenehmen Duft verströmen.

Das Tal wurde leider im Oktober 2006 von einem (auf Madeira leider üblichen) Brand heimgesucht, der das meerseitige Ende auf der Levadaseite komplett niederbrannte . Nur grosse Bäume haben überlebt. Aus dieser Zeit stammt das traurige Bild des Mülleimers.
Doch die Natur erholt sich
glücklicher-weise recht schnell, so dass mittlerweile zwar
die Brandwunden immer noch zu erkennen sind, aber viele
Pflanzen schon wieder ihre alte Pracht erreicht haben. Dazu
gehört auch die Bananen- oder Bastard-Passionsblume (vgl.
dazu Pflanzen).
Sie zeigt hier ihr ganzes Können, in dem sie hohe Bäume überwuchert. Wollmispeln und andere Obstbäume
wurden ebenfalls neben der Levada angepflanzt und sind oft
mit Moss bewachsen.
Der breite Weg führt an Reinigungsbecken vorbei, in denen sich Forellen tummeln. Hier wird ein Grossteil des Unrates aus dem Wasser gefischt, damit er nicht später zum Wasserkraftwerk gelangt.
Der erste Picknickplatz wird erreicht, an dem es sich anbietet zu verweilen und den Blick zurück auf den Atlantik hinaus zu geniessen.
Weiter führt der Weg in das Tal der Ribeira da
Janela hinein. Einige Bergrücken werden umgangen, bis in
einem besonders tiefen Einschnitt
eine
schöne Farnwand, grösstenteil aus filigranem Frauenhaarfarn
erreicht wird. Weiter führt der Weg, der mittlerweile nicht
mehr so breit ist.
Es ergeben sich immer wieder schöne Ausblicke in das Tal, bis hinauf nach Rabacal. Die staatlich geführten Häuser dort sind bei klarem Wetter mit einem Fernglas zu erkennen.
Nach 2 h erreicht man den ersten Tunnel. Für
sein Durchquerung ist eine Taschenlampe nötig. Innen ist er
meist recht feucht, so dass man nicht nur auf den Kopf
achten sollte, sondern auch auf tiefe Pfützen.
Am Ende des Tunnels wartet ein steiler Kessel, aus dessen Wand die Levada und ein kleiner Balkon herausgeschlagen wurde. Ein Wasserfall fällt direkt auf die Levada. Ein kleines Dach wurde für die Wanderer und Levadeiros gebaut, um nicht komplett durchnässt diese Stelle überwinden zu müssen. Das Wasser fällt laut lärmend auf das kleine Wellblechdach. Ein Höhepunkt dieser Wanderung!
Hinter
diesem Punkt beginnt der zweite Tunnel. Er hat in der Mitte
einen Knick, so dass man das Ende nicht erkennen kann. Am
Ausgang dieses zweiten Tunnels hat man wiederum einen
wunderschönen Ausblick auf den steilen Kessel.
30 Minuten später erreicht man das Ziel dieser
Wanderung, ein frisch renoviertes Levadahaus, in dem die
Lavadaarbeiter hin- und wieder
übernachten. Wer weiter möchte, kann durch mehrere Tunnel,
die bisweilen recht feucht sind, bis zur Quelle der Levada
weiterwandern. Der Weg ist allerdings in schlechtem Zustand.
Nach einer Rast am Levadahaus geht es auf dem selben Weg wieder zurück zum Parkplatz.